Bewerberpool: 5 todsichere Methoden für Ihren Untergang!

„Ich krieg die Krise. Nein, halt, sie ist schon längst da. Seit Monaten…
Seit Monaten bin ich nun schon auf der Suche nach einem neuen Job. Doch bisher vergeblich.
Wie oft hab ich jetzt schon etliche Stellenangebote im Internet, in der Zeitung oder vom Berufsinformationszentrum durchforstet. Wie viele dutzend Stellengesuche habe ich schon aufgegeben. Aber es hat alles nichts gebracht. – Ich bin nicht in den Bewerberpool gekommen. Liegt es an mir? Mach ich etwas falsch?“

Die 5 schlechtesten Methoden bei der Jobsuche

Ich weiß diese Frage lässt sie einfach nicht mehr los. Sie beschäftigt Sie schon die ganze Zeit in Ihrer Verzweiflung und Enttäuschung. Sie tun wirklich alles um Ihre Arbeitslosigkeit zu beenden und werden nicht dafür belohnt. Aber lassen Sie uns doch gemeinsam schauen, wie effektiv die weit verbreitetesten und gängigsten Methoden der heutigen Jobsuche sind, um in den Bewerberpool zu kommen.

    Folgende Methoden, um in den Berwerberpool zu gelangen solltest du vernachlässigen:

      1. Die Suche nach Stellenanzeigen im Internet
      2. Das wahllose Versenden von Blind- oder Initiativbewerbungen
      3. Die Beantwortung von Stellenangeboten in Fachzeitschriften
      4. Die Beantwortung von Stellenangeboten in Tageszeitungen
      5. Das Aufsuchen von (privaten) Arbeits- & Personalvermittlungen

Bewerberpool via Internet – Jobportal der unbegrenzten Möglichkeiten?

Warum nicht mal ins Internet schauen? Hier findet man doch heutzutage alles. Da muss doch auch für mich der passende Job dabei sein. Denkste. Wenn Sie all Ihre Hoffnung in dieses wunderbare moderne Medium gesteckt hatten, sollten Sie sich einmal die Statistik vor Augen halten: Denn die Erfolgsrate liegt gerade einmal bei 1-10% je nach der bevorzugten Branche, wenn Sie ausschließlich diese Methode zur Stellensuche nutzen. Heißt also, dass von 100 Arbeitssuchenden nur ein einziger bis zehn einen Job finde.
Alle anderen gehen leer aus!

Woran das wohl liegen mag? Man sollte vielleicht wissen, dass (laut mehrer durchgeführter Studien) lediglich rund 35% des Stellenmarktes im Internet und in den Tageszeitungen repräsentiert ist.

Und auch wenn das Internet immer fortschrittlicher wird und immer mehr Unternehmen diese neue Plattform für sich entdecken: Viele Branchen sind einfach- was die Stellenanzeige anbelangt- nach wie vor kaum oder gar nicht im Internet vertreten. In erster Linie profitieren Sie also von der Internet, wenn Sie im EDV Bereich, in der Informationstechnologie oder im technischen Gewerbe einen Job suchen.

Blind- & Initiativbewerbungen: Sicherer Weg ins Verderben?

Wie gut, dass Sie selber gleich die Initiative ergriffen haben? Wirklich ein Glück, dass Sie nicht die Hände in den Schoss gelegt haben und mehrere Initiativbewerbungen an verschiedene Unternehmen verschickt haben, um dort einen eigenen Bewerberpool auf zu machen. Denn die (Unternehmens-) Welt wartet schließlich nicht ausgerechnet auf Sie? Die tragen Ihnen die Jobs bestimmt nicht hinterher.
Doch war das wirklich so eine gute Idee? Laut Studien beträgt die Erfolgsquote nämlich nur 7%, wenn Sie sich nur auf diese Methode konzentrieren.
7 von 100 Bewerbern werden so also einen Posten bekommen.

Und warum ist für die anderen 93 alles umsonst?
Das kann man natürlich nicht so auf Anhieb sagen. Das liegt im Einzelfall begründet. Fest steht nur, dass viele Unternehmen mittlerweile stapelweise Bewerbungen, darunter eben auch viele Initiativbewerbungen bekommen. Das erste Anliegen eines Arbeitgebers ist es natürlich dann, nicht auszuwählen, sondern möglichst viele aus dem bestehenden Bewerberppol aus Initiativbewerbungen auszusortieren. Je mehr Initiativbewerbungen also bei einem Unternehmen eintrudeln, desto härter sind die Auswahlkriterien für die Bewerber. Schlechte Papierqualität, ein unpassendes Foto, ein katastrophaler optischer Eindruck bei all den vielen Eselsohren? Der beste Grund den Bewerber aus dem Bewerberpool zu schmeißen.

Stellenangebote von Fachzeitschriften

Zum Glück gib es ja noch andere Wege, um in den Bewerberppol zu kommen. Eine Fachzeitschrift. Ja die erfüllt bestimmt noch am ehesten die Kriterien für eine erfolgreiche Jobsuche auf meinem Fachgebiet.
Das sagen Sie. Aber die Statistik ist wieder mal anderer Meinung. Sie prognostiziert mit einer Erfolgsquote von 7% kaum höhere Chancen als mit dem Versand einer Initiativbewerbung.
Gut, die Konkurrenz mag zwar bei einer fachspezifischen Ausschreibung bei der ausgezeichnete Qualifikationen Voraussetzung sind, nicht so groß sein, wie bei Unternehmen, die auf eine breitere Arbeitnehmerschicht (mit unterschiedlichen Qualifikationen) setzen, sein.
Aber dafür ist sie gerade im Fachkräftebereich umso härter. Kleinigkeiten können, ja müssen hier den Ausschlag geben.
Also versteifen Sie sich lieber nicht auf die Fachzeitschrift. Zumal Sie bei Ihren Möglichkeiten irgendwann einmal den Blick für ein breites Arbeitsspektrum, dass Ihnen angesichts Ihrer überragenden fachlichen Qualitäten offen steht, außer Acht lassen.

Hilft die Tageszeitung beim Bewerberpool?

Am weitesten verbreitet ist immer noch die Stellensuche über eine [über-](regionale) Tageszeitung. 5-24% aller Menschen finden so Ihren (neuen) Arbeitsplatz. Die 76-95 (von 100) Personen, die es nicht geschafft haben, sind wohl oder übel der harten Konkurrenz auf dem vielfältigen Zeitungsstellenmarkt zum Opfer gefallen.
Kein Wunder, wenn Unternehmen in der Regel auf Ihre Annoncen 20-1000 Bewerbungen erhalten. Und das meist schon in den ersten 24-96 Stunden. Ein schnelles Ausschlussverfahren gehört dann für die Inserenten einfach zum guten Ton, wenn Sie nicht in der Flut an eingegangenen Bewerbungen ertrinken wollen.

Die Arbeitsvermittlung hilft…???

„Hallo. (Arbeits-) Vermittlung. Können Sie mir helfen in den erfolgreichen Bewerberpool zu gelangen? Ich suche händeringend einen Job!“ Ist das jetzt wirklich Ihr letzter Ausweg? Wollen Sie wirklich auf das Arbeitsamt oder einen privaten Arbeitsvermittler vertrauen?
Ist das wirklich Ihr Ernst? Gut, Sie verweisen jetzt auf die auf den ersten Blick viel versprechenden Zahlen. Eine Erfolgsquote von 5-24% für den Bewerberpool muss dem Erfolg der Arbeitsvermittler schließlich recht geben.
Aber bedenken Sie einmal bitte: Ein Arbeitsvermittler der ARGE betreut im Schnitt zwischen 800 Jobsuchenden. Das heißt er betreut pro Tag 15 – 25 Jobsuchende.
Dazu kommt noch, dass er am Gesetze und Vorschriften gebunden is (vor allem im Hinblick auf den Leistungsbezug von ALG) und entsprechend schnell und gefühllos reagieren muss, wenn der Arbeitssuchende nicht nach seiner Pfeife tanzt. Ein echtes Interessenverhältnis, bei dem der Arbeitsvermittler sich also ernsthafte Gedanken um die berufliche (Weiter-) entwicklung nach seinen Fähigkeiten macht, ist also kaum gegeben.
Bei den privaten ist es nicht viel anders. Sie leben schließlich davon, dass Sie Arbeitgeber finden, die dazu bereit sind, ein Vermittlungshonorar für den übermittelten Arbeitnehmer zu bezahlen. In der Regel handelt es sich dabei um rund 1 oder 2 Monatsgehälter des neuen Mitarbeiters.
Sie treffen daher also ziemlich schnell eine Entscheidung über in Betracht kommende Bewerber aus dem Bewerberpool.
Leider zu ungunsten von berufein- oder umsteigern.

Doch halt. Geben Sie jetzt nicht auf. Glauben Sie nicht, nachdem was Sie hier alles gehört haben, dass all diese Methoden auf ganzer Linie versagt hätten. Denn natürlich käme niemand im Traum darauf zu sagen, dass man mithilfe dieser 5 aufgezählten Bewerberpool-Methoden nicht doch zu seinem Traumjob kommen könnte. Gibt es schließlich nicht etliche Beweise dafür, dass Menschen es mit diesen Methoden geschafft haben?
Aber vielleicht gib es ja auch noch einen ganz anderen Grund, warum diese Methoden so hohe Versagerquoten aufweisen…

Autor: crayz writer

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