Erfahrungsbericht: Studientag

Wie jedes Jahr im November hatten die Schüler der Kursstufe 12/13 die Möglichkeit am Studientag teilzunehmen.
Ich hatte schon viel Gutes über die Uni Tübingen gehört und mich deswegen entschieden, den Tag dort zu verbringen.
Ab 09.15 konnte man sich in der neuen Aula an Informationsständen über das Fächerangebot, die Studiengänge und die verschiedenen Fakultäten informieren.
Bis 16.00 Uhr gab es Probevorlesungen – jedes Interessengebiet war vertreten.
Juristische-, Medizinische-, Mathematische-, Chemische- Kulturwissenschaftliche-, Philosophische-Fakultät usw.

Als Erstes besuchte ich eine geschichtswissenschaftliche Vorlesung. Das Fach an sich und die Arbeit mit historischen Quellen hörte sich interessant an. Meine Befürchtung, dass man für dieses Fach Latein (ein gültiges Latinum) braucht, wurde bestätigt. Auch die Situation auf dem Arbeitsmarkt sieht für Studienabgänger dieses Faches nicht sehr rosig aus. Es gibt nur wenige Berufsmöglichkeiten – unter anderem Lehrer.

Die Vorstellung des Faches „Lehramt“ war restlos überfüllt. Alle Sitz- und Stehplätze im kleinen Hörsaal waren belegt.
Trotz unserer Abneigung gegenüber Lehrern scheinen sich sehr sehr viele Schüler für diesen Beruf zu interessieren.

Nach der Mittagspause (in der Mensa, oder beim nächsten Bäcker) begann für mich die Juravorlesung.
Sie fand in einem der größeren Hörsäle statt und war gut besucht – vielleicht aus Interesse, vielleicht wegen der Professorin im Minirock – wer weiß.
Die Musterfallbesprechung erwies sich als bestes Thema des Studientages. Wir besprachen verschiedene, tatsächlich geschehene Fälle und versuchten anhand bestehender Gesetze ein Urteil zu fällen.
Der kleine Schock kam erst ganz zuletzt: Die Abbrecherquote bei Jura ist sehr sehr hoch – viele bestehen ihr Staatsexamen nur mit Ach und Krach .

Wer schon sicher weiß, für welchen Studiengang er sich interessiert, sollte an eine kleinere Uni mit diesem Schwerpunkt gehen, Bekannte Universitäten, wie zum Beispiel Tübingen, sind am Studientag doch sehr überfüllt.

Autor: TripleN

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