Sind Universitäten und Fachhochschulen dasselbe?

Ein Studium kann man sowohl an einer Universität als auch an einer Fachhochschule absolvieren. Doch welche Unterschiede gibt es zwischen den beiden Bildungseinrichtungen und welche Auswirkungen wird das auf das Studium haben?

Experten sind der Meinung, dass Studierende sich vor ihrem Studium darüber Gedanken machen sollten, welche Art von Studium sie bevorzugen würden. An der Universität werden vor allem theoretische Schwerpunkte gesetzt, während in der Fachhochschule die praktische Anwendung des gelernten Stoffes im Vordergrund steht. Viele Studiengänge an Fachhochschulen wie zum Beispiel Veranstaltungsmanagement oder Verpackungstechnik bereiten auf einen bestimmten Job vor, während ein Universitätsstudium in erster Linie nur Wissen vermittelt. Die Fachhochschulen haben dadurch oft bessere Beziehungen zur Wirtschaft und statt theoretischer Prüfungen werden praktische Abschlussprojekte organisiert.

 

Auch nach der Umstellung auf das Bachelor- und Mastersystem bleibt das Studium an einer Fachhochschule schulischer. Bei einem vorgegebenen Stundenplan hat man nur wenige Auswahlmöglichkeiten, während Studenten an einer Universität sich oft in verschiedene Vorlesungen begeben können, bevor sie sich entscheiden. Die Menge der Studenten sorgt auch für eine unterschiedliche Atmosphäre an den verschiedenen Studienorten. An Fachhochschulen befinden sich in Seminaren oder Übungen nur selten mehr als 100 Studenten, während in manchen Vorlesungssälen an Universitäten mehrere Hundert Studenten lernen. Die enge Beziehung zu den Professoren ist dadurch an einer Fachhochschule deutlich einfacher zu erreichen als an einer Universität.

 

Obwohl Bachelor- und Masterstudiengänge an einer Fachhochschule möglich sind, kann man nur an einer Universität promovieren. Als Fachhochschulstudent eine Dissertation an einer Universität zu fertigen, gestaltet sich oft schwierig. In vielen Fällen müssen zusätzliche Uniseminare belegt und verschiedene Eignungstests bestanden werden, bevor man seine eigenständige wissenschaftliche Arbeit an der Universität prüfen lassen kann. Dies sind Vor- und Nachteile, die man bei der Entscheidung zwischen einem Studium an einer Fachhochschule oder einer Universität bedenken sollte. Letztendlich sollte sich jedoch niemand davon abhalten lassen, den Studiengang zu belegen, der am meisten interessiert. Ob dieser nun an einer Universität oder einer Fachhochschule angeboten wird, sollte beim Traumstudiengang eine untergeordnete Rolle spielen.

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