Unterstützung bei Selbstständigkeit

Ein Viertel aller Existenzgründer startet die Selbständigkeit zunächst im Nebenerwerb und ein Großteil aller Existenzgründer beginnt allenfalls mit einem Mitarbeiter. Diesen Selbständigen ist allen zu wünschen, dass sie erfolgreich sind. Aber wie haben sie bei der Existenzgründung den künftigen Erfolg schon einkalkuliert? Wie soll es dann weitergehen, wenn das Unternehmen wächst? Sollen dann Mitarbeiter eingestellt werden oder eventuell ein Partner zur Unterstützung ins Boot geholt werden? Wie sieht es mit der Planung für die weitere Finanzierung und der Fortschreibung des Businessplanes aus? Eine Menge Fragen warten auf dem Weg zum Erfolgskurs, sodass die Selbständigen Unterstützung benötigen.

Ungefähr nach einem Jahr weiß die Mehrzahl aller Existenzgründer, was möglich ist und was nicht. Erfahrungen benötigen einfach Zeit. Ein Selbständiger, der als Francise-Unternehmer mit einer bewährten oder ausgereiften Idee an den Start geht, ist gegen mehr oder weniger unangenehme Überraschungen einigermaßen abgesichert. Die anderen Gründer werden oft Änderungen an ihrer Gründungsidee vornehmen müssen – sei es in der Sortimentsumstellung, im Dienstleistungsbereich durch Preissenkung oder durch stärkere Spezialisierung oder gar Angebotserweiterung. Meist weiß man erst nach einer gewissen Zeit, worauf es in der jeweiligen Sparte ankommt. Und mit Glück und viel Arbeitseinsatz kann man den Erfolg dann als Unternehmer kontinuierlich vorantreiben.

Doch wenn man nach dem Aufbau als Existenzgründer erkennt, dass die Arbeit mehr wird, muss man sich für eine Aufteilung der Arbeit entscheiden. Das bedeutet, dass man sich entweder spezialisieren oder Arbeit delegieren muss.
Bei einfacheren Tätigkeiten können Selbständige Unterstützung durch richtige Mitarbeiter holen. Aber gerade Existenzgründer, die allein gestartet sind, machen oft grobe Fehler bei der Personalauswahl, die erfahrenen Personalleitern in größeren Unternehmen nicht unterlaufen. Die Selbständigen nehmen sich zu wenig Zeit für Einstellungsgespräche und Formalitäten und denken, dass die Suche nach einem Mitarbeiter nicht viel kosten darf.

Sie als Selbständiger sollten sich deshalb schon frühzeitig Gedanken um die Art des Beschäftigungsverhältnisses machen. Wenn Sie einen neuen Mitarbeiter zur Unterstützung einstellen, stehen Ihnen folgende Möglichkeiten offen:

– Mini-Job
– Kurzfristiger Mini-Job
– Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverhältnisse
– Vollzeitarbeitsverhältnis

Wenn Sie sich für einen Mitarbeiter und für die Art des Beschäftigungsverhältnisses entschieden haben, gilt es, einen entsprechenden Arbeitsvertrag aufzusetzen.

Der Existenzgründer kann natürlich auch eine andere Arbeitsteilung wählen und die gesamte Arbeit aufteilen oder sich spezialisieren. So kann er z.B. den Verkauf übernehmen und der andere die Produktion. Auf jeden Fall benötigt er bei dieser Konstellation einen Mitarbeiter oder einen Partner, der gleiche oder ähnliche Fähigkeit auf gleichem Niveau mitbringt.

Unterstützung können Selbständige bei all diesen Entscheidungen bei der Fortführung bzw. Expansion ihres Unternehmens z. B. bei Fach- und Branchenverbände, Gewerkschaften, Industrie-und Handelskammern sowie beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (www.dihk.de) einholen. Spezielle Fragen lassen sich für technologieorientierte Gründer bei Technologie-Zentren, -Agenturen und –Initiativen und weiteren Informationsstellen klären.

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